QR-Codes im Detail: robust, normkonform, maschinenlesbar
Industriebeschriftung QR-Codes nach ISO/IEC 18004: dauerhaft laserbeschriftet auf Metall & Kunststoff. Schnell geliefert.
Einsatzzwecke & Inhalte
- Produkt- und Bauteilkennzeichnung, Traceability, Service- und Wartungslinks
- Serien- & Chargennummern, Artikel-/Variantenkennungen, Produktionsdaten
- Web-URLs, Deep-Links, vCards/Kontakt, WLAN-Zugang, Geräteeinstellungen
- Kombination mit Text, Logos, Piktogrammen und Typenschilddaten
Code-Spezifikation & Lesbarkeit
- Norm: QR Code nach ISO/IEC 18004; Druck-/Markierqualität prüfbar nach ISO/IEC 15415.
- Versionen: V1–V40 (21×21 bis 177×177 Module); Auswahl nach Datenmenge & verfügbarem Platz.
- Fehlerkorrektur: L/M/Q/H – höhere Stufe = bessere Robustheit, aber größerer Code.
- Quiet-Zone: mindestens 4 Module rund um den Code (ohne Störungen/Bohrungen/Kanten).
- Modulgröße (Richtwerte): ≥ 0,20–0,25 mm bei Lasermarkierung; größer bei rauen/gebürsteten Oberflächen.
- Kontrast: hohe Hell-/Dunkel-Werte (z. B. schwarz auf hell), reflexionsarme Flächen bevorzugen.
- Inhalte: UTF-8/ECI für Sonderzeichen; Länge und Zeichensatz beeinflussen die Codegröße.
Materialien & Oberflächen
Wir testen jedes Material auf Kontrast, Auflösung und Beständigkeit.
- Metalle: Edelstahl (inkl. Schwarzmarkierung), Stahl, eloxiertes Aluminium, Messing*
- Kunststoffe: ABS, PC, PA6/PA12, POM/Delrin, PETG, PMMA sowie laseradditivierte Compounds
- Beschichtungen: Lack, Pulverbeschichtung, Eloxal/Harteloxal
- Etiketten/Laminate: Industrie-Folien (z. B. Polyester/Polycarbonat) mit starker Klebung
*Hochreflektive Legierungen nach Machbarkeitsprüfung.
Markierverfahren & Ausführung
- Laserbeschriftung (Anlass/Farbänderung): sehr feine Module, keine fühlbare Vertiefung, hoher Kontrast.
- Lasergravur (tief): taktile Vertiefung, besonders robust gegen Abrieb; ggf. größere Modulgröße nötig.
- Schwarzmarkierung auf Edelstahl: tiefschwarzer, korrosionsbeständiger Kontrast ohne Materialabtrag.
- Druck/Label: UV-/Thermotransferdruck auf Industrieetiketten, optional laminiert.
- Finish: Kanten entgratet, Schutzfolien, Oberflächenreinigung für maximale Scanbarkeit.
Platzierung, Quiet-Zone & Geometrie
- Codeflächen plan oder nur leicht gekrümmt; keine Fasen/Sicken in der Quiet-Zone.
- Abstand zu Bohrungen, Schrauben, Sicken, Logos und Kanten einhalten (≥ 4 Module).
- Ausrichtung zur typischen Scanrichtung beachten; Spiegelungen/Hotspots vermeiden.
- Bei kleinen Codes besser matte Untergründe und höhere Fehlerkorrektur wählen.
Ablauf – von der Anfrage bis zur Serie
- Anfrage & Beratung: Material, Stückzahlen, Einbausituation, gewünschte Inhalte, Mindestcodegröße.
- Datencheck & Layout: Auswahl Version/Fehlerkorrektur, Festlegung Modulgröße & Quiet-Zone, Platzierung.
- Muster/Freigabe: Markierung auf Originalmaterial oder Typenschild-Muster; Funktions-/Scan-Test.
- Serienprozess: Aufnahmen/Schablonen, feste Laserparameter, standardisierte Prüfzyklen.
- Qualitätssicherung: Sicht-/Kontrastprüfung, optional Code-Verifikation (Grading) nach ISO/IEC 15415.
- Verpackung & Versand: sorten- & chargenrein, etikettiert, mit Rückverfolgbarkeitsangaben.
Daten & Dateiformate
- Inhaltslisten/Variablen: CSV/XLSX oder API-Export (Feldnamen, Prüfungen, Führungsnullen).
- Grafiken/Logos: SVG, PDF/X, AI, EPS (Schriften in Pfade), falls Kombi mit Typenschild.
- Mechanik/Position: Zeichnung/Foto mit Markierfenster, Toleranzen, Referenzkanten.
- Kodierung: UTF-8/ECI bei Sonderzeichen; feste Regeln für URL-Formatierung/UTM optional.
Qualitätssicherung & Verifikation
- Versionsgesicherte Layouts und gesperrte Prozessparameter für Serien.
- Automatisierte Serien-/Chargenläufe, Zeitstempel & Linien-IDs.
- Optional Verifikationsreport (Grading) nach ISO/IEC 15415 inkl. Kontrast/Modulbewertung.
- Dokumentation: Prüfprotokolle, Bilder, Material-/Chargenbezug für Traceability.
Losgrößen, Takt & Logistik
- Losgrößen: Muster bis Großserie; Skalierung über Mehrfachaufnahmen/Fertigungsvorrichtungen.
- Taktzeiten: abhängig von Codegröße, Fehlerkorrektur, Material & Oberfläche.
- Wareneingang/Verpackung: bauteilschonend, etikettiert, FIFO/Charge; kundenspezifische Gebinde.
Best Practices
- Frühzeitig Platz & Mindestgröße einplanen; Quiet-Zone auf dem Bauteil freihalten.
- Matte, gleichmäßige Untergründe bevorzugen; Spiegelungen durch Finish vermeiden.
- Bei kleinen Codes: höhere Fehlerkorrektur (Q/H)


